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Von Rückblicken und Vorsätzen

Es ist jedes Jahr dasselbe. Wirklich jedes Jahr. Und immer im Dezember. Jenem Monat, in dem bis dato ganz normale Menschen die seltsamsten Dinge tun. Da der Klimawandel Schneeketten obsolet macht, werden nun halt sämtliche lebenden Pflanzen, egal ob Sträucher oder Bäume, in (Lichter)ketten gelegt. Ortschaften gleichen einem Lichterinferno, das den Tag-Nacht-Rhythmus ins Gegenteil verkehrt. Die Menschen misshandeln ganze Waldstriche, indem sie Nadelbäume schlagen, die dann bis zur Unkenntlichkeit bekugelt und bekerzt in den Behausungen ihr Dasein fristen. Wobei ja heuer die Frage berechtigt ist, ob sich Impfskeptiker wirklich einen Nadelbaum ins Zimmer stellen dürfen. Dass immer mehr Bäume frühzeitig an Nadelverlust leiden, liegt daran, dass sie am Abend des 24. Dezember von ihren Besitzern zusätzlich noch akustisch traumatisiert werden. Spätestens dann, wenn die Orffsche Zwölftonversion von „Stille Nacht“ das Ohrenschmalz verflüssigt hat, macht sich bei Bruder Baum Endzeitstimmung breit, und „Last Christmas“ hat plötzlich eine ganz andere Bedeutung…


Die lebensmitteltechnisch hochgerüsteten Speisekammern der Zivilbevölkerung vermitteln den Eindruck, als ob ein atomarer Erstschlag bzw. ein Kometeneinschlag durch den Stern von Bethlehem unmittelbar bevorstünde und es kein Morgen mehr gäbe. Von wegen: „Fürchtet euch nicht!“ Nicht nur Kuchen- und Keksteigmassen sind gerührt, auch die unter dem Nadelgeäst versammelte Verwandtschaft wird von Rührseligkeitsanfällen heimgesucht. Und das, obwohl James Bond seinen Martini doch immer ausdrücklich „geschüttelt und nicht gerührt“ bestellt. Während sich die Ernährungsbewusstlosen, die meist im Sternzeichen der Waage geboren sind, noch mit ihrer Kalorienbilanz beschäftigen und sich der Rest von den Besinnlichkeitsexzessen erholt, dräut schon neues Unheil: ein neues Jahr steht vor der Tür, nicht mehr und nicht weniger. Nach dem Winterreifenwechsel ist bekanntlich vor dem Jahreswechsel. Und weil Silvester auch heuer wieder zufällig auf den 31. Dezember fällt, bietet sich dieser Tag wie kein anderer an, um zurückzublicken und vorauszuschauen, quasi also vorausschauend zurückzublicken oder prognostisch zu rekapitulieren, oder so.
Im vergangenen Jahr hätte Wolf Haas oft Anlass gehabt zu sagen: „Jetzt ist schon wieder was passiert.“ War 1978 das Jahr der drei Päpste, ging 2021 als das Jahr der drei Kanzler in die Geschichte ein. War Ersteres teilweise dem Erreichen des biologischen Ablaufdatums geschuldet, ist Letzteres einem Kurzschluss zuzuschreiben, der kurzfristig auch eine Adaption der Bundeshymne notwendig machte: „Land der (Schallen)berge, Land der Chatprotokolle, Land der (Ne)hämmer, Land der türkisen Trolle.“ Dabei hat sich der jüngste Altkanzler in Sachen Problemlösungsstrategien nur an das altbekannte Sprichwort gehalten: „Man geht zum Schmi(e)d und nicht zum Schmiedle.“ Und dass die bisher veröffentlichten Chatverläufe mittlerweile Kultstatus genießen und in ferner Zukunft vielleicht einmal zum Weltkulturerbe gezählt werden, darf sich die Kurzversion eines Kanzlers in Kurzarbeit auch auf seine Fahnen heften. Hätte Herbert Grönemeyer 1986 die heutigen politischen Zustände in der alpinen Bananenrepublik auch nur ansatzweise vorausgesehen, er hätte für seinen Hit „Kinder an die Macht“ einen anderen Titel gewählt. Das nur so nebenbei.


Währenddessen glaubt Elli-„Es-ist-vorbei“-Köstinger noch immer ans Christkind in der Krippe, in der jetzt neuerdings ein Laptop liegt, und sorgt so für politische Stabilität. Bei Herbert Kickl ist trotz Ivermectin irgendwie der Wurm drin, und es wurmt ihn gewaltig, dass er schon wieder nicht für den Medizinnobelpreis vorgeschlagen wurde; die Rendy Päm übt sich weiterhin im Verschießen von aufgelegten Elfmetern ohne Tormann, und der Kogler Werner erklärt seiner Klubobfrau, dass Souvlaki kein Sirtaki und somit kein Bestandteil des griechischen Alphabets, demnach also auch keine Virusvariante sein kann. Helene Fischer harrt atemlos ihrer Niederkunft, und Richard Lugner ist wieder Single. Es ist also angerichtet für 2022!


Womit wir schon beim Ausblick wären, weil wir angesichts dieses Rückblicks Gefahr laufen, den Durchblick zu verlieren. Eines können wir vom Alten Kino allen Sympathisanten und -innen für 2022 versprechen: sollte uns dieser Mikroorganismus chinesischer Provenienz weiterhin zum Coro-Narren halten, werden wir ihm die kulturelle Stirn bieten, bis ihm das Geimpfte aufgeht!!! 2G war gestern – wir sind 5G: geduldig, gelassen, gerüstet, auf alles gefasst und auf vieles gespannt.
Nachsatz: wir verzichten 2022 auf einen Neujahrsvorsatz, denn strafrechtlich gesehen handelt es sich beim Vorsatz um das Wissen und Wollen, eine rechtswidrige Handlung auszuführen. Um Alexander Van der Bellen zu zitieren: „So sind wir nicht!“


Somit wünschen wir allen Freunden vom Alten Kino ein kulturell ertragreiches, politisch kurzweiliges, virologisch langweiliges und gesundheitlich stabiles Jahr 2022!
Möge das Virus in interessanten Zeiten leben! *

Euer Team vom Alten Kino + edi torial

*) Alter chinesischer Fluch

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